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Predigt zu Palmsonntag 2020

Bibeltext: Lukas 19,18-44
Autor: Holger Schmidt

Guten Morgen liebe Geschwister,
liebe Freunde,

heute ist im Kirchenjahr der Feiertag „Palmsonntag“. Mit diesem Tag beginnt die sogenannte „Karwoche“. Die geht von Palmsonntag bis Ostern. „Kar“ kommt vom althochdeutschen „kara“. Das bedeutet „Klage“ oder „Kummer“. Man nennt diese Woche auch „Passionswoche“. Passion kommt vom lateinischen „passio“ – „Leiden“, „Krankheit“. Da gedenkt man der letzten Woche im irdischen Leben des Herrn Jesus vor seinem Tod.

Das ist eine extrem wichtige Zeit. In der Bibel gibt es vier Berichte über das irdische Leben des Jesu: die vier „Evangelien“ Matthäus, Markus, Lukas, Johannes. Sie decken jeweils ungefähr dreißig Jahre ab. Aber ein Drittel der vier Evangelien befasst sich mit dieser einen Woche! Das zeigt, wie wichtig sie ist.

Heute, wie gesagt, Palmsonntag. Warum dieser Tag so heißt, wird sich gleich im Text erschließen. Lasst uns in der Geschichte etwa 2.000 Jahre zurückgehen – zu jenem ersten Palmsonntag. Der Prophet Daniel sprach Jahrhunderte zuvor von diesem Tag, in Daniel 9,25:

„So wisse denn und verstehe: Vom Ausgehen des Wortes, Jerusalem wiederherzustellen und zu bauen, bis auf den Messias, den Fürsten, sind 7 Wochen und 62 Wochen. Straßen und Gräben werden wiederhergestellt und gebaut werden, und zwar in Drangsal der Zeiten.“

~ Dan 9,25 (ELB1905)

Manche Bibellehrer legen diesen Tag fest auf den 6. April des Jahres 32 n. Chr., 173.880 Tage nach der Verheißung der Wiederherstellung Jerusalems.1

Die Prophetie Daniels ist nur einer der vielen Beweise dafür, dass Jesus der Messias ist, der Gesalbte Gottes.

Jesus von Nazareth kommt als König. Ein großer Tag.

Alle vier Evangelien berichten über diesen Einzug in Jerusalem.

Wir sehen uns heute den Bericht des Lukas an. Lukas 19, die Verse 28 bis 44. Da die Geschichte sehr bekannt ist, will ich den Schwerpunkt heute auf ein paar sonst vielleicht etwas vernachlässigte Verse legen – die Verse 41-44.

Wir lesen im Evangelium nach Lukas:

„Und als er dies gesagt hatte, zog er voran und ging hinauf nach Jerusalem. Und es geschah, als er sich Betfage und Betanien näherte, gegen den Berg hin, der Ölberg genannt wird, sandte er zwei von den Jüngern und sprach: Geht hin in das Dorf gegenüber, und wenn ihr hineinkommt, werdet ihr ein Fohlen darin angebunden finden, auf dem kein Mensch je gesessen hat; bindet es los und führt es her! Und wenn jemand euch fragt: Warum bindet ihr es los?, sprecht so zu ihm: Der Herr braucht es. Und die Abgesandten gingen hin und fanden es, wie er ihnen gesagt hatte. Als sie aber das Fohlen losbanden, sprachen dessen Herren zu ihnen: Warum bindet ihr das Fohlen los? Sie aber sprachen: Der Herr braucht es. Und sie führten es zu Jesus; und sie warfen ihre Kleider auf das Fohlen und setzten Jesus darauf. Während er aber hinzog, breiteten sie ihre Kleider aus auf den Weg.

Und als er sich schon dem Abhang des Ölbergs näherte, fing die ganze Menge der Jünger an, mit lauter Stimme freudig Gott zu loben über alle die Wunderwerke, die sie gesehen hatten, und sie sagten: »Gepriesen sei der König, der da kommt im Namen des Herrn!« Friede im Himmel und Herrlichkeit in der Höhe! Und einige der Pharisäer aus der Volksmenge sprachen zu ihm: Lehrer, weise deine Jünger zurecht! Und er antwortete und sprach zu ihnen: Ich sage euch, wenn diese schweigen, so werden die Steine schreien.

Und als er sich näherte und die Stadt sah, weinte er über sie und sprach: Wenn auch du an diesem Tag erkannt hättest, was zum Frieden dient! Jetzt aber ist es vor deinen Augen verborgen.

Denn Tage werden über dich kommen, da werden deine Feinde einen Wall um dich aufschütten und dich umzingeln und dich von allen Seiten einengen; und sie werden dich und deine Kinder in dir zu Boden werfen und werden in dir nicht einen Stein auf dem anderen lassen, dafür, dass du die Zeit deiner Heimsuchung nicht erkannt hast.“

~ Lk 19,28-44

Was passiert hier?

Jesus geht in die Hauptstadt Israels. Jerusalem. Der Dichter Tibull nannte Rom „die ewige Stadt“, doch wenn eine Stadt diesen Titel verdient hat, dann doch eher Jerusalem (obgleich es kurz nach unserer Geschichte hier dem Erdboden gleich gemacht wird); denn in der Tat, es wird einmal ein ewiges Jerusalem geben, im Himmel, bei Gott – das hat kein Ende, ist wirklich ewig.

Nun, dieses irdische Jerusalem hier, das ist die Stadt Davids. Die Stadt, in der Gott so oft Geschichte geschrieben hat. Und es noch immer tut.

In welche Stadt sollte der König der Welt, der „Gesandte“ und „Gesalbte Gottes“ wohl kommen, wenn nicht nach Jerusalem? Unzählige Verheißungen aus dem Alten Testament erfüllen sich nun hier. Allen voran diese hier aus dem Propheten Sacharja:

„Juble laut, Tochter Zion, jauchze, Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt zu dir: Gerecht und siegreich ist er, demütig und auf einem Esel reitend, und zwar auf einem Fohlen, einem Jungen der Eselin.“

~ Sach 9,9

Gott hat diesen Moment, in dem sich so viele Voraussagen erfüllen, genau geplant. Das merken wir schon an der Prophezeiung aus dem Buch Daniel, die wir eingangs hörten. Wenn Gott das so genau geplant hat, dann war das sicher ein super passender Zeitpunkt für alle Beteiligten, nicht?

Überhaupt nicht.

Die Leute hatten ganz reale Alltagsprobleme und Nöte. Es gab Armut, es gab Krankheit und das Land war von Römern besetzt. Die Juden waren deren Willkür ausgeliefert. Und das Unglück ging schon eine ganze Weile.

Israel war seit Jahrhunderten gebeutelt.

Seit etwa 400 Jahren spricht Gott nicht mehr durch Propheten zum Volk. Wie furchtbar ist es für Kinder, wenn Eltern schweigen? Es gibt Eltern, die das tun, aufgrund psychischer Störungen oder Traumata. Grausam. Und wenn Gott schweigt?

Aber er ist noch da. Er wirkt und rettet und trägt durch. Das sieht man, wenn man sich mit der Geschichte der Juden in der Zeit zwischen dem Alten und dem Neuen Testament beschäftigt – die Makkabäer-Aufstände, der Priester Mattatias, die Entstehung der Synagoge und der Pharisäer und so weiter. Das sollten wir irgendwann mal im Detail betrachten.

Aber nun, nach 400 Jahren des Schweigens, da tritt Johannes der Täufer auf und schließt eine Ära ab. Und eine neue bricht an. Dazu ruft Johannes der Täufer die Leute zur Buße. Das heißt: sie sollen ihre Sünden bereuen. Darüber zerbrochen sein – und ihr Handeln ändern. Ihr Leben ändern. Gott suchen. Gerecht und in Erbarmen den Mitmenschen gegenüber leben. Damit sie bereit sind. Denn Johannes war ein Vorbereiter. Er bereitete Israel vor. Auf den Retter. Den Fürsten. Den Messias. Den, der auf einem Esel in Jerusalem einziehen soll.

Jesus wird geboren. Gott wird Mensch. Inkarnation – Fleischwerdung Gottes. In eine Futterkrippe wird er gelegt. Aber auch da wird es schon verkündet – er ist der König.

Er wächst auf und wird erwachsen und beginnt irgendwann, öffentlich zu predigen. Er schart viele Anhänger um sich.

Soweit nicht ungewöhnlich. Zu dieser Zeit war die Not und der Durst nach Erlösung groß. Erlösung von irdischem Leid, von Besatzern. Es traten viele falsche „Messiase“ auf, scharten Leute um sich und verführten viele. Vor und nach Jesu Zeit auf der Erde.

Doch Jesus ist anders. Er vollbringt die „messianischen Wunder“ und eigentlich hätten die Führer des Volkes merken müssen, dass er wirklich der Messias ist. Sie wollen es aber nicht merken.

Im Volk glauben viele an Jesus als Messias. Wir lesen es hier. Er hat jahrelang gepredigt und geheilt und zog umher – und als er jetzt nach Jerusalem hinaufzieht, da bejubeln sie ihn. Man holt ihm das Fohlen, die Verheißung aus Sacharja wird erfüllt. Die Leute jubeln, wie im Psalm 25 vorausgesagt:

„Ach, HERR, hilf doch! Ach, HERR, gib doch Gelingen!
Gesegnet sei, der kommt im Namen des HERRN. Vom Haus des HERRN aus haben wir euch gesegnet.“

~ Ps 118,25-26

„Da kommt er endlich! Wir haben wieder einen König! Jetzt kommt er in die Hauptstadt, jetzt – wo er viele um sich hat. Bestimmt glauben jetzt unserer Führer auch an ihn und das Volk erhebt sich wie ein Mann und unter seiner Führung vertreiben wir die Römer“, so dachten sie vielleicht an diesem Sonntagnachmittag.

Am Freitag hat Pilatus diesen Jesus in Gewahrsam und will ihn freilassen, er

spricht zu den Juden: Siehe, euer König!“ Sie aber schrien: Weg, weg! Kreuzige ihn! Pilatus spricht zu ihnen: Euren König soll ich kreuzigen? Die Hohen Priester antworteten: Wir haben keinen König außer dem Kaiser.“

~ Joh 19,14b-15

Die Hohen Priester, also religiöse Führer, hatten die Volksmenge gegen Jesus aufgewiegelt.2

Jesus weiß das. Er ist nicht geblendet vom Jubel, taumelt nicht im Rausch der Anerkennung.

Aber er weiß auch, dass das alles so geschehen muss. Deshalb pfeift er seine Jünger nicht zurück, als einige der Pharisäer aus der Volksmenge zu ihm sagen: „Lehrer, weise deine Jünger zurecht“, sondern er sagt: „Ich sage euch, wenn diese schweigen, so werden die Steine schreien.“3

Denn es ist die Aufgabe eines Jüngers Jesu, nicht zu schweigen – sondern von Jesus zu erzählen. Diesen Auftrag hat er seinen Jüngern später sehr deutlich gegeben:

„Und Jesus trat zu ihnen und redete mit ihnen und sprach: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden. Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie alles zu bewahren, was ich euch geboten habe! Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.“

~ Mt 28,18-20

Dieser Auftrag ist übrigens auch „während Corona“ nicht „downgeshutet“.

Doch nun passiert etwas sehr bemerkenswertes, was oft überlesen oder zumindest nicht oft ausführlich behandelt wird: „Und als er sich näherte und die Stadt sah, weinte er über sie“, steht in Vers 41.

Jesus weint. Er hat schon einmal geweint, in Johannes 11,35. Als Lazarus tot ist, den er dann auferweckt. Warum weint er nun, bei seinem triumphalen Einzug?

Er weint nicht aus Freude.

Jesus war innerlich zerbrochen über den Zustand Jerusalems. Aber nicht nur wegen der Besatzung durch die Römer und all der anderen Probleme. Sondern weil die Stadt grausam fallen wird, weil sie ihn verwerfen:

„Wenn auch du an diesem Tag erkannt hättest, was zum Frieden dient! Jetzt aber ist es vor deinen Augen verborgen.“

~ aus Lk 19,42“

Das erinnert an seinen Ausspruch:

„Jerusalem, Jerusalem, die da tötet die Propheten und steinigt, die zu ihr gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken versammelt unter ihre Flügel, und ihr habt nicht gewollt!“

~ Mt 23,37

ER kam, um den Menschen Frieden zu bringen . Er ist der „Friedefürst“. Aber nicht so einen Frieden, wie die Menschen dachten.

Kein: „Friede, Freude, Eierkuchen“, kein: „Wir sind ja alle Brüder!“.

Nein. Zwischen den Menschen brachte er Entzweiung.

Er kam, damit Menschen Frieden mit Gott machen können. Das hat er überdeutlich gepredigt. Vom Anfang seines öffentlichen Auftreten heißt es:

„Von da an begann Jesus zu predigen und zu sagen: Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen!“

~ Mt 4,17

Und die Leute wussten schon, was er mit Buße meint. Heute denkt man da an „etwas abarbeiten“, oder „Büßen müssen“ oder „Bußgeld“. Darum geht es aber bei Buße nicht. Sondern um einen kompletten Sinneswandel. Buße heißt, ich gebe Gott recht in seinem Urteil über mich. Ich bin ein Sünder und bereue und bekenne alle meine Sünden, all meinen gottlosen Lebenswandel. Ich bereue es und will jetzt so leben, wie Gott es will.

Jesus Christus kam nicht, damit sich ein paar geknickte Leute wieder „weng wohler“ fühlen.

Jesus Christus kam auch nicht, damit wir immer alle gesund sind und die Welt.

Er kam für unsere tiefstes und grundlegendes Problem. Freunde, glaubt mir: das ist nicht die Corona-Krise. Sondern unsere Trennung von Gott.

Im Herzen des Menschen gähnt – wie es Blaise Pascal ausdrückte – eine „Leere“, ein „Hohlraum“, der sich durch nichts ausfüllen lässt. Nur Gott allein kann ihn ausfüllen. Nur er kann den Menschen völlig zufriedenstellen und glücklich machen, meint Pascal.

Das selbstgewählte Schicksal der Gottesferne hat fürchterliche Auswirkungen. Jetzt und in in Ewigkeit. Jetzt sehen wir die Auswirkungen der Gottesferne in all dem Leid, den Kriegen, den Unbarmherzigkeiten gegen Schwache, Arme und Fremde. Irgendwie auch in der gegenwärtigen „Corona-Krise“. Wobei wir uns vielleicht nicht anmaßen sollten, eine konkrete Ursache der aktuellen Krise aus christlicher Sicht erklären zu wollen. Das ganze Weltgeflecht befindet sich im Zustand der Trennung von Gott,und das macht sich auf unterschiedlichste Weise bemerkbar.

Noch wichtiger als das Gegenwärtige ist aber das Zukünftige, das Ewige. Dann, in der Ewigkeit, werden viele die volle Wucht der Gottferne an dem Ort spüren, den die Bibel Hölle nennt.4

Damit kommen wir zu den letzten Versen:

Denn Tage werden über dich kommen, da werden deine Feinde einen Wall um dich aufschütten und dich umzingeln und dich von allen Seiten einengen; und sie werden dich und deine Kinder in dir zu Boden werfen und werden in dir nicht einen Stein auf dem anderen lassen, dafür, dass du die Zeit deiner Heimsuchung nicht erkannt hast.

~ Lk 19,43-44

Diese Prophezeiung Jesu traf natürlich ein. Ganz genau so. Im Jahr 70 n. Chr.

Titus belagerte Jerusalem. Er umzingelte er die Stadt. Es waren viel mehr Leute als normal in Jerusalem, weil viele Juden zum Passah und zum Fest der ungesäuerten Brote nach Jerusalem kamen. Flavius Josephus schrieb in seinem „Jüdischen Krieg“, dass sich etwa drei Millionen Menschen in der Stadt befunden hätten.

Die Römer hungerten Jerusalem aus. Anfang September des Jahres 70 n. Chr. war die Stadt dann eingenommen. Dann wurde sie vollständig zerstört – wie Jesus sagte. Kinder, Frauen, Männer wurden hingeschlachtet. Der Tempel zerstört. Überlebende wurden im römischen Circus Maximus und bei Gladiatorenkämpfen gemetzelt.

Und warum?

Dafür, „dass du die Zeit deiner Heimsuchung nicht erkannt hast.“, sagt Jesus.

Heimsuchung wird bei uns eher negativ verwendet. Der betrogene Ehemann sucht den Liebhaber seiner Frau heim. Dann gibt‘s auf die Mütze. Zurecht. Trotzdem nicht schön. „Orkan Sabine“ sucht Europa heim. Ein Tsunami sucht Indien heim. Corona sucht die Welt heim.

Aber hier, in dieser Geschichte, ist von einer anderen Heimsuchung die Rede. Gott sucht die Menschen heim. Hermann Menge fügte in seiner Bibelübersetzung in Klammern ein erklärendes Wort ein, es steht dort von der „Zeit deiner (gnadenreichen) Heimsuchung“.

Als Christus auf die Welt kommt, um sie heimzusuchen, da will er nicht Böses bringen.

Sondern Erlösung.

Vergebung.

Gnade.

Güte.

Versöhnung mit Gott.

Er kommt in dem Wissen, dass sein Weg ans Kreuz führt. Dort wird er, der Herr der Herren und König aller Könige, sterben wie ein Verbrecher.

Der Herr Jesus Christus, durch den alles wurde – und es gibt nichts, das nicht durch ihn geschaffen worden wäre5 – hängt nun da am Kreuz und leidet die ewigen Qualen all der Sünder. Meine Qualen – deine Qualen!

Das ist nicht das, wonach die Menschen fragen.

Damals war es das nicht und heute ist es das nicht.

Damals wollten Sie einen „echten“ König, der die Römer vertreibt und irdisches Heil bringt. Heute wollen sie Schutz vor der Seuche, um jeden Preis – auch um den Preis der Freiheit.

Das ist nicht das, was wir Christen bieten können. Wir stecken selber mitten drin.

Wir haben nicht auf alle aktuellen Fragen eine Antwort.

Wir haben aber eine aktuelle Antwort auf Fragen, die sich viele nicht mehr stellen: Wie komme ich mit Gott in Ordnung? Wie kann der „Hohlraum“ gefüllt werden?

Auf diese Fragen haben wir eine Antwort: Jesus, der Messias.

Das Angesicht des gütigen, mitleidenden Gottes.

Eine Antwort voller Gnade und Wahrheit.6

Und die dürfen wir nicht verschweigen. Denn es ist keine Option, dass die Steine schreien.

Fußnoten:

1Roger Liebi rechnet 7 + 62 Jahrwochen = 69 Jahrwochen; 1 Jahrwoche = 7 Jahre zu je 360 Tagen (s. a. Off 11,2-3); 69 x 7 x 360 = 173.880 Tage. Nachzulesen unter https://www.rogerliebi.ch/sites/default/files/downloads/daniel_-_kapitel_fuer_kapitel-924-1021_2_.pdf. Achtung! Gegen genaue Berechnung vergangener Ereignisse ist nichts einzuwenden. Zumal diese Berechnung stimmig sein mag. Doch KEINESFALLS sollten Christen der Versuchung erliegen, KÜNFTIGE Zeitpunkte, bspw. der Wiederkunft Jesu, zu errechnen! Die Bibel warnt uns eindringlich davor! Vgl. Mt 24,36 und Apg 1,7!

2„Die Hohen Priester aber wiegelten die Volksmenge auf, dass er ihnen lieber den Barabbas losgebe. Pilatus aber antwortete wieder und sprach zu ihnen: Was soll ich denn mit dem tun, den ihr den König der Juden nennt? Sie aber schrien wieder: Kreuzige ihn! Pilatus aber sprach zu ihnen: Was hat er denn Böses getan? Sie aber schrien über die Maßen: Kreuzige ihn! Da aber Pilatus der Volksmenge einen Gefallen tun wollte, gab er ihnen den Barabbas los und überlieferte Jesus, nachdem er ihn hatte geißeln lassen, damit er gekreuzigt werde.“ ~ Mk 15,11-15

3s. Lk 19,39-40

4Vgl. hier v. a. Lk 12,4-5: „Ich sage aber euch, meinen Freunden: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten und nach diesem nichts weiter zu tun vermögen! Ich will euch aber zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet den, der nach dem Töten Macht hat, in die Hölle zu werfen; ja, sage ich euch, diesen fürchtet!“ Hier wird der Furcht vor dem Getötetwerden eine Furcht vor der dem, der nach dem Getötetwerden in die Hölle werfen kann entgegengestellt – es kann (und wird für viele) also nach dem Tod etwas kommen, das viel schlimmer ist. Das sollte uns davon abhalten, die Hölle zu verharmlosen. Das Studium der Endzeitreden in den Evangelien und der Offenbarung zeigt uns dann, dass der Vollzug der Höllenstrafe nach dem großen Weltgericht folgt.

5Vgl. Joh 1,1-3.

6Vgl. Joh 1,16.